Die 10-Minuten-Falschparker-Runde
- Nicole
- vor 7 Minuten
- 3 Min. Lesezeit

Mehr Ordnung mit einer einfachen Gewohnheit
Eigentlich hast du in deinem Zuhause schon eine gute Grundordnung geschaffen und trotzdem wirkt es immer wieder unaufgeräumt oder unruhig.
Auf dem Esstisch steht noch die Tasse vom Frühstück, auf dem Sofa liegt die Strickjacke, im Bad wartet die Rohrzange nach ihrem Einsatz auf die Rückführung in den Werkzeugkoffer und auf der Kommode stapeln sich Kleinigkeiten, die dort eigentlich gar nicht hingehören.
Es sind nicht die großen Dinge, die das Gefühl von Chaos entstehen lassen. Es sind die vielen kleinen Falschparker, die sich im Laufe des Tages überall verteilen.
Die gute Nachricht: du musst dafür keinen ganzen Vormittag einplanen. Oft reichen schon zehn Minuten, um wieder spürbar mehr Ruhe in deine Räume zu bringen.
Was sind eigentlich Falschparker?
Falschparker sind all die Dinge, die gerade am falschen Ort liegen. Sie wurden benutzt, kurz abgelegt und warten nun darauf, wieder an ihren eigentlichen Platz zurückzukehren.
Das können zum Beispiel sein:
die Teetasse auf dem Schreibtisch
die Schere im Badezimmer
das Ladekabel auf dem Sofa
die Post auf der Küchenarbeitsplatte
die Jacke über dem Esszimmerstuhl
Jeder einzelne Falschparker fällt kaum auf. Zusammen sorgen sie jedoch dafür, dass eine Wohnung schnell voller aussieht, als sie eigentlich ist.
Die 10-Minuten-Falschparker-Runde
Für diese kleine Routine brauchst du nur zwei Dinge:
einen Wäschekorb oder eine Kiste
einen Timer
1: Einsammeln
Stell den Timer auf fünf Minuten.
Nun gehst du durch die Zimmer und sammelst alle Falschparker ein.
Alles kommt in den Korb oder die Kiste.
Ganz wichtig: Jetzt wird noch nichts weggeräumt. Du sammelst nur ein.
Dadurch bleibst du im Fluss und lässt dich nicht davon ablenken, plötzlich Schubladen auszuräumen oder Fotos anzuschauen, die Du gerade gefunden hast.
Wenn der Timer klingelt, hörst du auf einzusammeln.
2: An den Bestimmungsort bringen
Jetzt kommt jeder Falschparker an seinen richtigen Platz zurück. In der Regel reichen nun weitere fünf Minuten um diese 10-Minuten-Routine abzuschließen.
Du gehst Raum für Raum durch die Bereiche und räumst alles weg, was dorthin gehört.
So arbeitest du dich Stück für Stück durch den Korb, bis er leer ist.
Und dann genießt du den Moment.
Denn plötzlich wirkt die Wohnung wieder ruhiger – obwohl du eigentlich gar keinen großen Aufwand betrieben hast.
Wenn etwas keinen festen Platz hat
Vielleicht stellst du während deiner Falschparker-Runde fest, dass manche Dinge immer wieder auftauchen.
Das ist oft ein Zeichen dafür, dass sie noch gar keinen festen Platz haben.
Dann lohnt es sich, kurz innezuhalten und zu überlegen: Wo darf dieses Teil künftig wohnen?
Denn was keinen festen Platz hat, landet immer wieder irgendwo, da die Entscheidung stets aufgeschoben wurde.
Kleine Gewohnheiten wirken langfristig
Viele glauben, Ordnung entsteht durch einen großen Aufräumtag.
Meine Erfahrung ist eine andere.
Ordnung entsteht durch kleine Routinen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.
Vielleicht machst du deine Falschparker-Runde nach dem Abendessen. Oder bevor du es dir auf dem Sofa gemütlich machst. Lass dabei deine Lieblingsmusik laufen oder den Lieblingspodcast.
WICHTIG: Es muss nicht perfekt sein.
Es geht auch nicht darum, dass es bei dir jederzeit aussieht wie bei "Schöner Wohnen".
Es geht darum, dass du dich in deinem Zuhause wohlfühlst. Und manchmal reichen dafür schon zehn Minuten.
Diese Routine funktioniert am besten, wenn bereits eine gewisse Grundordnung vorhanden ist.
Wenn sich allerdings schon über längere Zeit sehr viel angesammelt hat oder viele Dinge noch keinen festen Platz haben, stößt diese Methode an ihre Grenzen. Dann ist es sinnvoll, zuerst Ordnung zu schaffen, auszusortieren, Dinge zu kategorisieren und ihnen ein "Zuhause" zu geben. Die Falschparker-Runde hilft anschließend dabei, diese Ordnung mit wenig Aufwand dauerhaft zu erhalten.
Meine Einladung an dich: Probiere die Falschparker-Runde in den nächsten sieben Tagen einfach einmal aus. Nicht, um perfekt zu werden. Sondern um zu erleben, wie viel Ruhe schon durch zehn bewusste Minuten entstehen kann. Ich bin gespannt, ob Du am Ende der Woche auch das Gefühl hast: Das war viel einfacher, als ich gedacht habe. 😊






Kommentare